B-Boying/Girling


Was ist B-Boying (Geschichte)


Der Erfinder des B-Boying ist unbekannt. Vermutlich ist der Tanz nicht einer einzigen Person zuzuschreiben da mehrere Bewegungen aus verschiedenen Sportarten darin enthalten sind. Ursprungsort des Tanzes ist New York. In seiner Entstehung wurde der Tanz maßgeblich vom Rocking, diversen James Brown-Tanzschritten, dem Bodenturnen, sowie den damals populären Kung-Fu-Filmen geprägt.

 

RYE

 

Zu den wesentlichen Elementen des B-Boying zählen

  • Top Rocking (das Tanzen im Stehen),

  • Footworks (das Tanzen auf dem Boden),

  • Freezes (das Verharren in einer möglichst eindrucksvollen Position)

  • Powermoves (das Rotieren auf einer Körperstelle oder entlang einer Körperachse).

  • Go downs (Übergänge vom stehendem Tanzen auf den Boden)

  • Backbone Basics (Bewegungen die am Rücken getanzt  werden)


Footworks und Freezes werden häufig auch als ?Styles' zusammengefasst.
Für die Interpretation des Tanzes werden folgende Aspekte beleuchtet:

  • Originalität

  • Ausführung

  • Umgang mit der Musik


Locking


In den 70 er Jahren in Los Angeles wurde Locking von Don Campbellock erfunden weshalb der Tanz zu seinen Anfängen auch Campbell-Lock genannt wurde und dann durch seine Dance Crew ?The Lockers' ins Leben gerufen und durch Künstler wie James Brown und die Jackson 5 weltberühmt wurde. Damals wie heute begeistert Locking durch seinen kommunikativen Style und den hohen Wiedererkennungswert.

Locking zeichnet sich durch wildes Gestikulieren aus, das dem Imitieren der Bewegungen von Marionetten- oder Comicfiguren nahekommt. Dieser Funk Style ist eine der Grundformen des heutigen Hip Hop und New Style und basiert auf fest vorgegebenen Basicsmoves, für die es unzählige Variationen gibt. Locking ist ein positiver, kommunikativer Tanz der Cartoonartige Moves wie Points, Wristrolls, Handclaps und Locks beinhaltet. sowie die Schritte Skeeter Rabbit, Scooby Doo, Scoobot hop, Stop and go oder dem Campbellwalk. Heute profitieren Gwen Steffani, Mya, Missy Elliot etc. von der einzigartigen Dynamik des Locking.

Members of the Lockers: Don 'Campbellock' Campbell, Greg 'Campbellock Jr. Pope (RIP), Leo 'Fluky Luke' Williamson, Fred 'Mr. Pinguin' Berry (RIP), Bill 'Slim' Williams, Adolpho 'Shabba doo', Toni Basil

Basics: The Lock, Muscelman, Point, Skeeter Rabbit Var: double, back and forth, around the world, get fency, Kill the roach, Stop and Go, Locker Hustle / Fluky Luke Waiting Step, Air Accent by Tony Gogo, Fluky Lock, Cross Lock, Scoobot Shuffle (Tony Gogo), Give yourself five, Pace / Drum, Wrist rolls (Twirlls), Scoobot Var: Scoobot Hop Scoobot Down, Scoop, Scooby Doo / Scooby Doo High, The Pitcher, Goofy Lock, Tom and Jerry, Wichaway / Iron Horse, Volkswaagen, Leo Walk, Pimp Walk, Sneak Peak Social, Kick Walk, Cat Walk, Cake Walk, Campell Walk, Camel Walk, Locker Hustle / Fluky Luke Waiting Step, Double Lock, Scooby Doo, Scoobot, Scooby into Skeeter Rabitt

Popping


Als Erfinder des Popping gilt Boogaloo Sam. Entstanden ist der Tanz Anfang der '70er in Fresno. Popping zeichnet sich durch kurze und impulsive Bewegungen (sog. Pops) aus, welche den Tänzer je nach Ausführung mechanisch erscheinen lassen. Popping basiert auf Basics wie dem Walk out, Master Flex oder den Boogaloo Rolls. Basierend auf den original moves werden kreative Variationen passend zur Musik vertanzt.

Popping ist ein Tanz mit flüssigem Bewegungsablauf, unterbrochen von reflexartigen Muskelkontraktionen genannt ?Pops'. Diese Pops werden als Effekte genutzt um dem Tanz einen höheren optischen Reiz zu geben. Durch die Kombination zwischen fließenden Moves und scharfen kantigen Effekten, sowie durchdachten Körper Isolationen entsteht die Illusion eines Tänzers der mitunter die Grenzen, welche ihm duch die Erdanziehung oder seine Physik gegeben wurden, überwinden kann. Basic Moves wie der Twist-o-Flex, Walk out, Egyptian twist, Master-Flex verbinden sich mit Effekten wie Ticking, Waving, oder Botting und werden kombiniert mit original Party Dances aus den 70's und 80's.

Der Tanzstil Popping wurde in den 80 Jahren durch die Electric Boogaloos berühmt und verhalf Michael Jackson zu seinen unglaublichen Dance Shows. Die Electric Boogaloos unterrichteten Michael Jackson mehr als 10 Jahre lang und entwarfen für ihn die Choreographien von Beat it, Thriller, Ghost, Smooth Criminal und tanzten in seinen Videos als Front Dancer.

Heute unterrichten sie Janet Jackson, Mya, Justin Timberlake, Gwen Steffani und die Black Eyed Peas.

Basics: Romeo Twist, Roman Twist, Egyptian Twist,  Fresno, Old man,Tist o Flex, Masterflex, Walk outTuttingPopSleepy StyleCrazy Legs, Toyman, Scarecrow, Puppet,Shadow Box, Snaking, Filmore, Strutting, Strobing, Waving

Electric Boogie


Als Erfinder des Electric Boogaloo oder kurz Electric Boogie gilt 'Boogaloo Sam'. Entstanden ist der Tanz zwischen 1977 und 1978 in Fresno. Electric Boogie stellt eine Fusion aus Locking, Popping und dem 1975 ebenfalls von 'Boogaloo Sam' erfundenen Boogaloo Style dar. Die insbesondere Anfang der 1980er Jahre populären ?illusionistischen Elemente' des Electric Boogie waren klassischen Stil-Pantomimen der Schule Marcel Marceaus entlehnt, so ?Die Treppe', ?Der Blinde' oder ?Der Marsch gegen den Wind' (auf den zum Beispiel auch Michael Jacksons ?Moonwalk' zurückgeht). Dieser Schritt ist eigentlich als ?Backslide' bekannt und wurde von der aus Kalifornien stammenden Crew ?The Electric Boogaloos' entwickelt.

Elemente des B-Boying


Top Rocking


Top Rocking beschreibt generell das Tanzen im Stand. Eine verwandte Form ist das in Brooklyn, New York entstandene ?Brooklyn Rocking/Battle Rocking' bei dem der Tänzer den Kontrahenten mit oft provozierender Gestik und Bewegungen herausfordert.

Footworks


 

 

Footworks oder Downrocking sind Tanzschritte (Moves) am Boden.

Six-Step ist der Basis-Schritt für Footworks und damit essentielles Element für jedes Style Set. Variationen sind 'Two/Four/Five und Eight-Steps ect.'. Styles sind Kombinationen aus Footworks und Freezes. Je nach Belieben kann dabei auch auf Freezes verzichtet werden. Wichtig bei einem Style sind vor allem die Originalität des Sets und der Stil, mit dem dieser getanzt wird, daher der Name.

 

Freezes sind Posen, die der Tänzer einnimmt, während er kurz in der Bewegung verharrt und dabei eine möglichst eindrucksvoll aussehende Figur macht. Damit schließt er seine Abfolge von Tanzschritten (Set) ab oder betont bestimmte Abschnitte in der Musik.

  • Baby Freeze/Turntable-Position - Der Basis-Freeze. Der Tänzer steht dabei horizontal mit beiden Händen auf dem Boden. Der Ellbogen der Standhand befindet sich in der Beckengegend und am anderen Ellbogen ist das Knie positioniert.

  • Air Chair kommt das ganze Gewicht des Körper auf eine Hand und das Körpergewicht wird über den Ellbogen ausbalanciert Wegen des hohen Grads an Gelenkigkeit ist er einer der schwierigsten und ästhetischsten Freezearten.



  • Air Freezes - Der Air Freeze ist im Prinzip ein Handstand auf einem Arm. Die Körperlage kann dabei variieren. Beispielsweise kann der Rücken zum Boden zeigen, aber auch die Körperseite. Einen Air Freeze, der besonders horizontal gehalten wird, nennt man auch Flag.



  • Hollowback: Ein Handstand, bei dem versucht wird, die Beine hinter dem Rücken so weit wie möglich zu Boden zu bringen. Eine Brücke, bei der die Füße nicht den Boden berühren.


 

Powermoves


 

Powermoves sind die akrobatischen Elemente, (nicht zwingend), die Drehungen um jede beliebige Achse einschließen. Die Wichtigsten sind:

  • Backspin war der erste Powermove überhaupt (davor existierten nur Top- und Downrocks). Vom Prinzip her auch der Einfachste. Der Tänzer dreht sich auf dem oberen Teil des Rückens  zwischen den Schulterblättern u Nacken.

  • Head Spin - das Rotieren auf dem Kopf.

  • Swipes - man steht auf Händen und Beinen am Boden mit dem Rücken nach unten und springt um seine Körperachse, wobei das Bein, das Schwung holt, den Boden nie berührt.

  • Airtwist/Airflare -eine volle Umdrehung um die eigene Körperachse. Dabei steht man in einem schrägen Handstand und springt eine Umdrehung in der Luft, um wieder auf den Händen zu landen.

  • Ninety-Niners/1990s - im Handstand auf einer Hand stehend und sich auf dieser um die eigene Achse drehen.



  • Turtle - Der Tänzer befindet sich in der Turntable-Position und rotiert seinen Körper indem er von Arm zu Arm wechselt.

  • Windmills - Liegende Drehung um die eigene Achse, während die geöffneten nachoebengestreckten Beine den Boden nicht berühren. Die Drehung erfolgt auf Schultern und oberem Rücken.

  • Flare - die gleiche Bewegung wie das Flanken beim Turnen. Die gespreizten Beine umkreisen den sich auf den abwechselnd linker und rechter Hand stützenden Tänzer in geschwungener Weise.